Кастрен М. А.. Versuch einer Jenissei-Ostjakischen und Kottischen Sprachlehre
Castrén M.A. Versuch einer Jenissei-Ostjakischen und Kottischen Sprachlehre / M.A. Castrén ; hrsg. von A. Schiefner. — St. Petersburg : Buchdr. der Kaiserlichen Akad. der Wissenschaften, 1858. — 264 S.

Versuch einer Jenissei-Ostjakischen und Kottischen Sprachlehre

Die sogenannten Jenissei-Ostjaken bilden vielleicht einen Rest eines grössern Volksstammes, der sich früher in Hochasien aufhielt und dann während der gefährlichen Kriege und Verheerungen, welchen dieses Land unterworfen war, vernichtet wurde. Gegenwärtig beträgt die Anzahl dieses Stammes kaum tausend tributpflichtige Personen. Sie wohnen zum grössern Theil am Jenissei und seinen Nebenfüssen, zwischen den Städten Jenisseisk und Turuchansk. Wie die ihnen benachbarten Ostjak-Samojeden beschäftigen sie sich vornehmlich mit Jagd und Fischfang. Rennthiere besitzen sie nicht, sondern ihr Lastthier ist der Hund. Im Sommer und Winter halten sie sich in Hütten auf, welche gewöhnlich aus Birkenrinde bestehen. Wie Sibiriens übrige Eingeborene zerfallen sie in besondere Geschlechter, welche von ihren eingeborenen Fürsten beherrscht werden. Sie sind dem Namen nach Christen, in der That aber Heiden und erweisen zumal dem Bären grosse Verehrung.

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